Wir ziehen um!!

20Juni2014

Liebe Familie, Verwandte, Freunde, Bekannte und Wegbegleiter!

Ja, richtig gelesen, wir ziehen um! Da wir uns bald nun auf den Weg nach Neuseeland machen, zieht auch unser Blog mit um. In gewohnter Manier könnt ihr dort unsere weitere Reise verfolgen:

http://nz-can-it-calling.auslandsblog.de/

...und über Kommentare freuen wir uns immer noch riesig!!!

Los, kommt alle mit!!!

Tjorven und Henning

 

Bye bye Australia!

19Juni2014

Die letzten Tage verbringen wir nochmal bei May und Robert, sortieren unseren ganzen Krimskrams aus, machen nochmal Pizza. Lassen uns was leckeres kochen. Reden viel über Artarmon. Schauen Fussball mitten in der Nacht. Fahren in die City. Treffen Vanessa (Grundschulfreundin von Tjorven). Treffen Lars (Holländer vom Car Market) auf ein Bier. Schauen nochmal auf´s Opernhaus.

Ungefähr so wie unsere Reise hier begonnen hat, endet sie nun auch wieder. Nach neun Monaten. 27.000 km on the road. Eineinhalb Notizbücher vollgeschrieben mit Erlebnissen, die ihr hier dann lesen konntet (und natürlich auch weiterhin könnt!).

Krass, so schnell ist dieser Teil unserer Reise wieder vorbei, wobei man natürlich auch manchmal dachte, es würde nie enden. Zum Beispiel auf Phillip Island, als der Regen einfach nicht aufhören wollte zu regnen oder nach ein paar Tagen Wüsten- und Outback-Durchquerung. Aber auch als man sich einfach die Sonne auf den Bauch scheinen ließ, Sonnenuntergänge betrachtete, Wale beobachtete, auf dem Surfbrett stand – ja, da schien es, als würde diese Reise nie enden.

Ja, und wo war es denn am schönsten? Diese Frage mussten wir schon einige Male beantworten. Wir fingen mit Esperance und Litchfield Nationalpark an und fanden dann irgendwie nie ein Ende. Man kann einfach nicht so recht sagen, wo nun das schönste Fleckchen Australiens ist. Aber das schönste Fleckchen unserer Reise, das kennen wir! Das ist vorne in unserem Van. Die Hand draußen im Fahrtwind und den besten Reisepartner der Welt neben sich.

C ya, Australia!

 

In der Unterwelt...

17Juni2014

Wir fahren mit unserem Van in die Tiefgarage und stellen uns auf einen der vorgesehenen Plätze. Neben uns stehen noch Jesper und Daniel aus Dänemark, die auch ihren Van verkaufen wollen. Außerdem stehen hier heute noch drei andere Vans, deren Eigentümer auch Landesnachbarn sind. Nämlich Franzosen.

Nach fünf Minuten kommen die ersten Interessenten aus Frankreich und schauen sich alles mit prüfenden Blicken an. Wir sind uns sicher: wir haben hier unten den besten Van. Das Pärchen schwankt nach einigem Überlegen (drei Stunden!) zwischen unserem und dem eines anderen Pärchens – sie entscheiden sich für den eines Franzosen.

Heute sind viele potentielle Verkäufer da, aber alle „brauchen noch Zeit zum Überlegen“!

Das Wochenende verläuft ruhig hier unten im Parkhaus. Zu ruhig. In zwei Tagen kommt niemand (!), der einen Van haben möchte...

Um 10.00 Uhr morgens ins Parkhaus fahren und abends um 17.00 Uhr wieder raus. Den ganzen Tag unter Neonröhren sitzen, die das Tageslicht ersetzen. Die Abgase stehen in der Luft.

Das Gute hier unten ist, dass wir nette Leute kennenlernen: die Dänen, Lars und Nathalie aus Holland, Phillipp und Lysanne aus Berlin, die beiden Kais ebenfalls aus Deutschland und andere Mitstreiter bzw. Interessenten. Und nicht zu vergessen Craig aus England, der hier unten sitzt (arbeitet) und die Formalien für die Verkäufer und Käufer erledigt bzw. Hilfestellungen beim Autokauf gibt. Er kommt auch gerne mal rüber und und hält Klönschnacks, denn wenn keine Käufer da sind, hat auch er Langeweile...

Nach mittlerweile sieben Tagen hier unten kommt ein Pärchen aus England vorbei und interessiert sich für unseren Van. Wir merken sofort, die beiden könnten die neuen Besitzer von Olli werden – aber sie „brauchen noch Zeit zum Überlegen“ und sagen, sie kommen wieder...

Zwei Tage später kommen sie tatsächlich wieder und nach einigen Tagen mit einigem Hin und Her, Van-Check beim Mechaniker usw., haben wir es endlich geschafft: Abpfiff. Schluss. Aus. Vorbei. Nur dass dieses Spiel hier nicht 90 Minuten gedauert hat, sondern 10 Tage!

Der Van wird übergeben, das Geld eingesteckt und dann fahren wir mit einer Erleichterung und aber auch Wehmut mit dem Zug wieder zu May und Robert. Ohne Autoschlüssel. Ein gutes, aber auch komisches Gefühl...

Mach´s gut Olli, du toller Van, schön war´s mit dir, auf dass du noch viele tausende Kilometer über Australiens Straßen rollst...

Willkommen in der Unterwelt! Vanessa und Tjorven

Sydney Travellers Car Market

05Juni2014

Nachdem wir die letzten Tage dort verbringen, wo auch für uns alles angefangen hat – nämlich bei May und Robert in Berowra, müssen wir noch einmal los. Wir müssen den Van verkaufen, denn so einfach wie erwartet, lässt er sich doch nicht über´s Internet verkaufen. Deshalb müssen wir uns nun, Wohl oder Übel, mit unserem Van in den Sydney Travellers Car Market stellen. Dieser befindet sich in einer öffentlichen Tiefgarage/Parkhaus am Kings Cross, in dem einige Plätze für Backpacker reserviert sind, die ihren Van, Auto oder 4WD (Geländewagen) verkaufen wollen....

Tschüssikowski und bis bald!

31Mai2014

Wir sind heute mit Hennings Eltern am Flughafen verabredet. Nachdem wir 8000 Mark für die Zugfahrt dorthin bezahlt haben (Strecke ist in Privatbesitz und der Besitzer möchte wohl sehr sehr schnell reichster Mann Australiens werden), finden wir uns dort dann auch irgendwann.

Ein letzter leckerer Kaffee und dann geht es auch schon los. Henning verabschiedet sich nicht nur von seinen Eltern, sondern auch von seinem Surfboard. Dieses nehmen seine Eltern heute mit, da unsere Reise ja über Umwege nach Hause gehen wird und es so sehr teuer geworden wäre...

Wir drücken uns alle fest und dann gehen sie schon durch die Tür, auf der steht: Passengers only.

Tschüss ihr Globetrotter, Weltentdecker, ihr Junggebliebenen, Überntellerrandschauer und Individualreisenden, ihr coolen Eltern :)

Letzter Tag der Urlauber

30Mai2014

Verrückt. Heute ist tatsächlich schon Jutta und Günters letzter Tag. Also heißt es noch schnell ein bisschen was von Sydney aufsaugen. Heute geht es wieder auf´s Wasser. Doch anders als in Brisbane gibt es weder gekochte Eier, noch Seniorenrabat. Doch das Wetter ist wieder auf unserer Seite und so bekommen die beiden Urlauber noch ein paar Strahlen der australischen Sonne auf ihre Nasen. Die Fähre bringt uns nach Manly. Wir spazieren die Strandpromenade entlang, beobachten eine Surfschule und essen gemütlich in der Fußgängerzone Mittag.

Jetzt aber schnell weiter, denn auch der andere weltbekannte Strand Sydneys soll heute noch gesehen werden.

So treiben wir die beiden von Fähre, U-Bahn und Bus zum Bondi-Beach. Doch das Gehetze lohnt sich. Wir nehmen noch die letzten Stunden Tageslicht mit. Nachdem wir unterm Heizlüfter sitzen, Banana-Bread und Carot-Cake verdrückt haben, verlassen wir auch diese schöne Kulisse wieder.

Vom Strand zurück zur City. Hier essen wir lecker Sushi. Sogar Günter. Und ihm schmeckt´s! ….naja, sind halt keine Kartoffeln, aber geht schon, oder?!

Auf den Urlaub!!

2ter Geburtstag

29Mai2014

So, nächster Versuch. Dann ist Hennings Geburtstag halt heute. Alles Gute und Herzlichen Glückwunsch die Zweite. Nachdem wir heute morgen dann lieber mit der Bahn in die City gefahren sind, können wir den heutigen Tag ruhig angehen lassen. Ist ja Geburtstag und der soll ja schön sein. Wir trinken gemeinsam mit Jutta und Günter einen Kaffee und erzählen erst einmal von unserem gestrigen Abend.

Das Programm für heute steht: über die Harbour-Bridge gehen, Mittag essen, Opernhaus. Und so ziehen wir es dann auch durch. Es wird viel, viel schöner als gestern – zum Glück! Der Tag neigt sich dem Ende, doch ungeplanter Weise folgt nun erst das Highlight: VIVID – Eine Kunstlichtshow. Es wird immer voller an der Oper. Zum Glück haben wir super Plätze und können dann das ständig an Farbe und Motiv wechselnde Opernhaus bestaunen. Wahnsinn. Es ist richtig richtig cool und wir freuen uns wie die Schneekönige, dass wir gerade zu diesem Event wieder in Sydney angekommen sind... und dann auch noch an Hennings Geburtstag....

Prost! Clever gesichert... Wer braucht Photoshop?? Opernhaus - in buuunt!

Ungeplanter Geburtstag

28Mai2014

Heute hat Henning Geburtstag, deshalb wird zur Feier des Tages auch einmal wieder ausgiebig ein großes leckeres Frühstück genossen. Als Geburtstagsgeschenk darf er auch ca. eine Stunde im Internet versuchen, die fälligen Gebühren für eine Mautstraße zu bezahlen ;) Über eine solche sind wir nämlich aus Versehen gefahren und müssen nun „ganz einfach“ online zahlen. Geht zwar auch über Telefon, aber die nette Lady am Hörer verweist bestimmend auf die Onlineseite, die Maut soll dann auch günstiger sein, aha...

Natürlich bekommt Henning auch richtige Geschenke, sogar auch mitgebrachte aus Deutschland :)

Danach müssen wir aber auch los, auschecken ist ja immer pünktlich um 10.00 Uhr. Wir, bzw. Jutta und Günter müssen ihren Van abgeben und so machen wir uns auf Richtung Sydney.

Nach vier Stunden, inkl. Van waschen und von innen reinigen, kommen wir beim Van- Verleih an und geben ihn ab. Danach geht’s Richtung Hotel, in das Jutta und Günter die nächsten Tage ihre Nächte verbringen werden. Da Jutta schon einmal hinten in unserem Van saß, ist nun Günter an der Reihe, sich es zwischen Sitzen und Bett gemütlich zu machen. Dass sich das Hotel mitten im Chaos (verkehrstechnisch) der Innenstadt befindet, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch niemand...

Nach diversen Einbahnstraßen und mehreren falschen Abbiegemanövern kommen wir an und sind alle ziemlich erledigt. Das geplante Geburtstagsessen wird nun um einen Tag verschoben.

Da das Hotel restlos ausgebucht ist, entscheiden Tjorven und Henning, auf einem Campingplatz nur ca. 15 km nördlich der Innenstadt zu fahren. 15 km, ist ja nur ein Katzensprung. Zwei Stunden später... wir kommen im Dunken an, der Verkehr hat uns den Rest gegeben. Einige Male von gefühlten 97 Spuren auf eine wechseln, bergauf, die linke Hand immer an der Handbremse, ist dann doch etwas zu viel.

Der Campingplatz ist schön, aber überteuert und handeln geht auch nicht, dem Herren an der Rezeption ist kein Lächeln zu entlocken. Zur Krönung fällt uns ein, dass wir auch kein Bier mehr haben. Also muss dann der gute alte Jack Daniels aus der Flasche getrunken werden. Dann klingelt das Telefon: Jonas und Maite, wir erinnern uns, unsere Freunde vom Anfang unserer Reise sind am Hörer, was für eine schöne Überraschung nach einem Tag, der ganz anders geplant war, nach einem Tag mit sieben bis acht Stunden Auto fahren, im Verkehr, der Wohl nur in Asiens Großstädten schlimmer ist.

Und später kommt dann doch noch ein Gast, der nicht eingeladen war: ein Possum sitzt neben uns und genehmigt sich den Rest von den Geburtstagsnudeln...

Von den blauen Bergen kommen wir, ...

27Mai2014

Die Blue Mountains haben wir letztes Jahr ausgelassen, um sie am Ende unserer Reise zu besuchen. Und auch die Eltern sollen diesen Teil Australiens sehen.

Da wir am Vortag recht spät in Katoomba angekommen sind, haben wir heute einiges auf dem Zettel. Als ersten Stop gehen wir zu einem recht unspektakulären Wasserfall, der unweit unseres Campingplatzes liegt. Wir müssen uns beeilen, denn wir sehen schon den Touri-Bus ankommen. Zum Glück sind wir vor den anderen 30 Touris am Aussichtspunkt und können kurz die Aussicht genießen. Dann haben wir sie alle im Rücken und dürfen uns kluge Konversationen anhören:

Mädchen1: „Oh, hör mal, da sind Deutsche!“

Mädchen2: „Ja, dass hat man in jedem Natiionalpark!“

Wir denken: „Ja Mäuschen, du fährst wahrscheinlich auch in jedem Nationalpark die Hotspots mit einem Touri-Bus ab, da kann das schon mal vorkommen.

Die Three Sisters ist unser nächster Spot. Trotz der kalten Temperaturen ist es noch ganz schön voll hier, aber was soll man da meckern, wir sind nun mal auch nur Touris. Außerdem macht es auch Spaß, andere Touristen und deren Fotogewohnheiten zu beobachten.

Nachdem wir zwei Walks absolviert haben (allle!), geht es wieder auf den Campingplatz, wo wir noch Besuch von Kakadus bekommen. Leider waren wir darauf nicht vorbereitet und haben deshalb keinen Kuchen da.

Es ist so schweinekalt, dass wir heute alle sehr sehr früh schlafen gehen.

Three Sisters Extremsportler Tjorven und eine Schwester zu ihrer Linken unangekündigter Besuch

Hawks Nest

25Mai2014

Wir wollen unbedingt, dass Jutta und Günter Delfine sehen. Das wissen die beiden natürlich noch nicht und das ist auch gut so. Deshalb fahren wir heute nach Hawks Nest, um hier zu Frühstücken.

Letztes Jahr haben wir hier unsere ersten Delfine gesehen und so hoffen wir, dass der Zufall bzw. das Glück heute auf unserer Seite ist.

Heute ist Sonntag und da man auch als Reisender Gewohnheiten pflegen kann, gibt es ein ausgedehntes Frühstück mit Brötchen, Lachs und anderem Angeberkram. Kann man sich dann auch mal leisten, wenn man die Nacht zuvor auf einem Umsonst-Campspot war, Smiley!

Da wir an einem Picknick-Spot direkt am Meer sind, können wir dann vier Finnen (keine Europäer) aus dem Wasser ragen sehen. Ist denn das zu glauben? Jetzt können die beiden Urlauber auch noch Delfine auf ihrer „Tiere die wir sehen wollen“-Liste abhaken. Wir fahren noch zu einer anderen Bucht und sehen tatsächlich nochmal kurz Flippers. Und sogar Jutta nutzt nun noch einmal die vielleicht letzte Chance dieser Reise, um ihre Füße ins kalte Nass zu halten. Guck, ist gar nicht so schlimm, Zwinkersmiley.

Juli würde es mögen... Große Tjorven, kleiner Günter, weites Meer The Entrance Äirbrush

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